Samstag, Juni 17, 2017

Wie ein Floß auf einem Fluss...

Floating - Gedanken im Sommer

Tagein tagaus arbeite ich unternehmungslustig vor mich hin und komme gut voran.
Viel ist hier passiert, was noch mehr Arbeit als sonst erfordert.
Es ist nichts, was groß von Interesse wäre,
viel musste einfach nur bewältigt werden, auch Behördenkram,
denn der Lebensplan hat sich ein wenig geändert...
Doch dieser Juni gab und gibt mir solch eine Stärke genau hierfür, dass ich nur staune.
Ist ja auch kein Wunder, das IST ja auch schließlich der Kraftmonat, der alles erobert.

Und so gehe ich oft mit einem zufriedenen Lächeln durch den Tag, merke,
dass ich an so wenig gebunden bin,
und das, was ich brauche, so einfach ist.
Egal, an welchem Ort ich mich vielleicht noch verwurzle, ich wüsste genau,
wie ich mir mein Leben "einrichte" –
wie ich es auch hier einzurichten weiß.
Dieser Sommer stellt bei all der Gebundenheit als Mami und Organisateuse - auch meines eigenen Lebens –
beinahe schon eine Heilung dar.

Nicht, dass ich etwa krank bin, nein, gar nicht,
 aber ich legte zu meinem eigenen Erstaunen eine große Gelassenheit trotz ziemlicher Widrigkeiten an den Tag.
Da ist eine Freude tief in mir, die mir scheinbar nichts und niemand nehmen kann,
und all das macht mich wirklich zu einer Königin.
Einer sehr sehr dankbaren Königin.
Meine Werte lebe ich, so ich nur kann, und derart lebendig fühlte ich mich selten.

Und so streune ich, so es nur irgend geht, draußen herum wie ein altes Sommerkind mit so manchen Falten im Gesicht,
das sich noch so jung fühlt 
dann wieder bin ich doch so gerne hier im Kühlen.
Die Shutters und Türen sind in diesen Tagen oft weit auf oder wenden die Hitze ab wie hier im abgedunkelten Nebenzimmer...
Ich liebe diesen Kontrast, mit dem man so herrlich spielen kann.


Die Shutters haben wir ja damals an jedes Fenster angebracht
(falls noch nicht gesehen, hier der Link) -
ohne sie wäre alles nicht halb so kuschelig und behütet.
  

Es hat etwas so Wahrhaftiges, etwas selbst kreiert und umgesetzt zu haben, 
finde ich.
In der Summe und nach all dem Ausmisten über die Jahre, 
was das allzu "Weltlich-Gesellschaftliche" und meist auch Unnütze anbelangte, 
kommt das nun mit einer Wucht zu tragen, die ich kaum fotografieren kann.
Es hat nicht viel gekostet, dorthin zu gelangen, im Gegenteil,
aber doch zumindest viel Zeit und Hingabe.
Die Atmosphäre, die dadurch entstand, macht nicht nur sehr zufrieden und fröhlich,
sondern ist uns vielmehr eine pure Tankstelle an Energie, Besinnung und Leben.

Und wenn ich dann so etwas sehe wie dieses gedämpfte Sommerlicht an der Wand, wie dort unten auf dem Foto..., 
bin ich noch einmal stärker.
Nichts belastet, kein überflüssiger Kram, 
nur unsere kleine und für uns doch so große Lebenskunst strahlt hier etwas aus, das mich bestärkt wie der Juni selbst.
Ah, na, und meine Werkstücke, die hier entstehen und gedeihen, 
die machen mich natürlich glücklich.
Ohne die wäre es hier ja nicht halb so magisch. 
Also, ohne Kunst geht das hier nicht :)

Dann freue ich mich auch wieder einmal über meinen selbstgebauten Kamin aus diesem einen geretteten Bruchstück, 
über dem mein selbst umgeformter Spiegel hängt,
dahinter diese Wand, die ich damals unter Mühen von schrecklichen Glasfasertapeten befreite...
All das summiert sich nun zu einem Einzigen an Wirkung.

Vielleicht, weil es eben alles selbst zusammengeschustert ist?
Ganz eigen und einzig?
Eben nicht nur zusammengekauft und daher beliebig?
Weil es natürlich ist an Materialien?
Weil es herrlich verrückt ist und dabei so ein wenig grinst?
Weil es eben NICHT aus dieser verflachten neuen Zeit ist?

Was auch immer es ist, es ist uns ein Hafen, ja, glatt ein kleiner Lebenstempel -
mit ganz eigenen Bewertungen, die darin atmen und leben dürfen.


Sommerlicht an der Wand...

Und wenn dann der Leuchter dazu leise im Sommerwind klingt,
mit seinem leisen "Pling-Pling", 
dann fühlt sich meine Seele so wohl. 
Und wer weiß, vielleicht auch die ein oder andere Wesenheit?
Doch, das ist schöööön :)


Ich glaube, ich KÖNNTE gar nicht anders wohnen,
ich würde eingehen wie eine Primel -
höchstens in einer kleinen Waldkate,
ja, das ginge.
Dann aber mit Kronleuchter, hahaha, neee, DAS wäre ´was, hm?
(Den hab´ ich ja auch schließlich selbst zusammengeklöppelt)
Doch doch, nur ein Daybed und ein zerschossener Kronleuchter, 
ein paar Shutters...
Ich bin da schon sehr kauzig, jaja, weiß ich.

Auch solch Einfaches wie Töpferware erdet mich im wahrsten Sinne des Wortes.
Dieses Geformte und nicht Normierte... Das "Provençelige" ;)
Irdenes, und doch nicht von dieser Welt.
Zeitlos.
Und nein, keine Deko-Deko, dies hier wird alles genutzt.



Der Töpfer, von dem ich ja schon berichtete, ist nun übrigens schon weiter in seinem Großauftrag, 
bald geht´s los :))
Ich bleibe dran, habe es nicht vergessen.
Ich finde es großartig, wie er herumexperimentiert -
obwohl die Zeit drängt, ist er voller Hingabe an das, was er tut, 
kommt nicht nach, und kann doch nicht anders.
Ah, das kenne ich ja nur zu gut...

Seine dünnwandigen Kerlchen aus diesem fast schwarzen Ton unter der dünnen Glasur finde ich einfach zum Niederknien.
Es ist regelrecht archaisch, sie zu benutzen, und ich bin froh, dass er bald auch Teller für mich macht.
Teller ohne Rand.


Ich dachte vorher nicht, dass es eine Vase geben kann, die nicht spießig wirkt...


Diese hier werden sich bald vermehren, dann dienen sie als Bols für Café und Tee,
größere für Suppen und Salate...


Dazu kam noch eine Freudenquelle, und manche grinsen nun vielleicht, weil´s nicht sehr spektakulär ist.
Aber was meint Ihr, wie das für mich ist - wenn ich heimkomme, 
könnte ich da hüpfen vor Freude :)
Hab´ ja keinen Garten...
Als diese Duftrosen hier unten in der Haushecke wuchsen, 
war ich so glücklich.


Kaum sind die einen abgeblüht, übernehmen die anderen.
Das ganze Jahr von Vorfrühling bis Spätherbst...
Ohne dass sie jemand düngt oder sie pflegt.
Ein kleines Wunder.


Immer mehr davon durchwächst das Grün und duftet. 
Insgesamt nun schon an drei Stellen.
Ein Teil des Paradieses streckt die Fühler aus... hier mitten in der Stadt.





Mit den Klappläden hier stelle ich auch noch etwas an, ein Pärchen aus Frankreich...
Habe vier Flügel ergattert.
Bis ich dazu komme, dauert es wohl noch etwas, 
und so lange stehen sie hier einfach unprätentiös herum und bewirken bei mir kribbelige Vorfreude -
denn sie machen es möglich, sich von noch so einigem zu trennen.
Dazu brauche ich allerdings noch ordentlich Kraft, das wird nicht leicht.


Ja, sich von dem kontemporären Zeugs getrennt zu haben und nun so zu leben,
das war schon genau richtig für mich :)

Ist mir ja sowas von wurscht, dass MAN ein Sofa hat - wir haben keins :))))
Wir haben eben ein philosophisch-urgemütliches Daybed, ´nen lümmeligen Ohrensessel und ´ne olle Chaise Longue für uns, unsere Gäste und die Kiddis.


Der kleine Monsieur indes pfeift ohnehin auf la convention - er residiert gerne hier...
Er bevorzugt ein kleines Fauteuil, haha, der kleine Snob ;)


Er guckt übrigens so resigniert, weil ich ihm gesagt hatte, dass es noch keine "Nam-Nam"-Zeit ist.
"Nam-Nam" ist sein absolutes Lieblingswort, es holt ihn aus dem tiefsten Schlaf ;)
Es entstand daraus, dass er uns mit Kauen und einem gehauchten stimmlosen Geräusch, 
mit eben diesem "Nam-Nam",
 signalisiert, 
wenn er Hunger hat.

Aber Hobbit verweilt auch gerne hier unterm Sonnenschirm 
- nun ist er übrigens satt -,
denn es ist sooo interessant, was sich immer so im Biomarkt gegenüber tut.
Oder das, was die frechen Vögel unter uns in den kleinen Gärten wieder einmal so anstellen ;)
Auch wenn er döst, dem entgeht nichts!


Ja, es ist jetzt so herrlich hier draußen,
die Skulpturen trocknen nun so schön in der Sonne,
die Schwingenspiegel trocknen auch, der Lack zieht an,
und ich,
ich mache gleich noch etwas mit den neu genähten Kissen...
Aber Du meine Güte, ich hab´mich ganz verpostet, schon so spät!
Ja, die Kissen sind glatt schon in Betrieb, bevor sie richtig fertig sind.
Will die doch endlich mal zeigen...
Nu aber los.

Habt es stark und ungewöhnlich zauberwonnig, Ihr Lieben,
möge der schnöde Alltag an Euch abperlen und schimmern und glitzern...
Hoiii, ja, ich höre ja schon auf!

Eure Méa,
der unternehmungslustige Eremit ... in der Stadtwohnung ;)


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Freitag, Juni 09, 2017

Der Juni ist ...

... die Eroberung des Paradiesgartens
  


Eine Sommerhymne

Die Rückkehr der Natur war berauschend –
der Frühling erst so zart, das Licht nach der Tages- und Nachtgleiche unglaublich...
Dann der Durchbruch im April; die Pflanzen wagten mutig Schritt um Schritt den Aufbruch in eine neue Form des Lebens,
sich mit diesem neuen Licht zu nähren, sich zu entfalten im Wissen,
es ist nun an der Zeit.
Unbeirrt.
Der Mai kam mit Wachstum, das Lichtnähren hatte die Vorherrschaft erreicht,
satt und kraftvoll.
Das strahlende Maigrün zeigte sich uns dann auch stolz und sagte uns,
 "alles ist gut".

Doch nun kommt der Sommer mit dem Junimond
und die Eroberung des Raumes zwischen Himmel und Erde ist in vollem Gange.

Nicht nur Blätter holen sich das mächtige Licht, nein, eine ganz besondere Eroberung hat schon längst mit eingesetzt.
Die Wärme macht es möglich, und die Luft wispert von Tausend und einer Nacht,
wenn die Pflanzen mit ihren Düften triumphieren.

In den nun so langen und hellen Nächten, in den leichten unbeschwerten Tagen,
 ist es jetzt der Atem der Exoten wie Jasmin und Robinien,
die sich unter dem Sommerhimmel verströmen und von fernen Ländern und Verheißungen erzählen.

So vieles scheint nun möglich –
die Wurzeln dort unten im Kühlen nähren wie auch das Licht,
und die Luft ist voller Kraft und Magie.
Der Garten Eden (so wir ihn noch ein wenig leben lassen) hat sich geöffnet,
und ich bin reinewegs kinderseelenselig.


Selbst hier in der Stadt wetteifern die Düfte um die Vorherrschaft des Glücks unter den Himmeln, 
getragen von Bienen- und Hummelgebrumm in den Nischen, 
die ihnen der Mensch ließ.

Ich habe mir Duft von arabischem Jasmin aus Enfleurage geschnappt und mit Eau de Cologne und ein wenig Mandarine grün gemischt - 
es ist mein Sommerparfum.
Da es leicht verfliegt, nehme ich immer ein Fläschchen davon mit mir...



Es ist so wunderschön! 
Das Leben erscheint leichter und Sorgen kleiner,
während das Jahresrad sich mit mächtigem Schwung dreht.
Würde es doch ewig dauern.

Schon steht uns am 24. Juni die Sommersonnenwende bevor.
Dann ist Mittsommernacht…
So nehmen wir mit, was wir können, jede freie Minute draußen.
Auch wenn es hier drinnen so herrlich geheimnisvoll ist...


  
Leben

"As lost as Alice and as mad as the Mad Hatter"
treibe ich auf dieser Zeit wie ein kleines Floß.

Ich arbeite natürlich trotzdem voran und habe auch den Berg Leinen bewältigt,
der zu Kissen wurde.


Vor dem Computer sitze ich nun seltener,
denn die Flohmärkte, Feste und die Natur ziehen mich nach draußen
wie ein Magnet.


Ihr Lieben,
ich wollte Euch somit einen wundervollen Junimond wünschen,
heute ist er nämlich!
Vielleicht erfüllt sich Euch ja ein kleiner Sommernachtstraum ;),
wer weiß das schon?

Eure sommerselige
Méa

via

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Montag, Juni 05, 2017

Spitzentanz

Wie will ich das fassen?



Oh, ich habe emsigst voran gearbeitet in den letzten Tagen.
Der große Schwingenspiegel gedeiht wunderprächtig, ...




... und nun sind auch die neuen Schwingen fertig geworden, die ich Euch unbedingt noch zeigen wollte, 
bevor ich fröhlich ausschwärme in den herrlich sonnigen Feiertag.

Natürlich wollten die Kerlchen vorher noch in Szene gesetzt werden.
Doch wie das so ist mit noch ungeübten Modellen, sie begannen, einen Spitzentanz aufzuführen,
waren nicht mehr entspannt, 
und so staunte ich nicht schlecht, wie Perspektive verzerren kann. 




Ein Auge, beziehungsweise unser Gehirn, verrechnet das ja, begreift, wie es sich mit einer Form im Raum verhält...
Doch die Kamera kann das nicht. 
Sie konnte partout den Schwung nicht fassen, den ich meinen Flügelchen verlieh, 
ja, drei Dimensionen waren zu viel.

Und so war ich heilfroh, als die Schwingen dann letztendlich beim "Klassiker", meinem Schwingenstuhl, entspannten.




Sie konnten wohl auch nicht mehr. Meine Güte... Ich auch nicht ;)
Puh, Fotografin werde ich wohl nie.

Ich wünsche Euch noch herrlichste und beflügelte Pfingsstunden,

Eure Méa,
unverzagte Schwingenmacherin

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Samstag, Mai 27, 2017

Verschwunden in Bildern

Ein Mai mit Fetzen



Ach, meine Lieben, ich war ja so schön DRIN!
Ja, ich war regelrecht verschwunden, beinahe wie Alice in ihren Zauberspiegel.


Ich habe so einige Bilderschätze auf virtuellen Pinnwänden gesammelt, wie ich ja schon berichtete,
und dadurch wie in Dumbledores Denkarium mit gewissem Abstand einen Teil Vergangenheit bearbeitet.

Es war ein richtiges Ausmisten.
Durch das deutlichere Hervortreten dessen, was wirklich zu mir gehört,
wo es hingehen soll, 
bin ich einen Riesenschwupps vorangekommen.
Als hätte ich mich selbst wiedergefunden.
Habe in dieser Gehirnregion also regelrecht aufgeräumt!
Vor allem die Pinnwand "La Vie",
da sammelte ich Gesichter einer Lebensweise, die ich verehre.
Manche würden es auch hochtrabend lifestyle nennen,
doch da krümmt sich mir so einiges ;)

Ich habe hierüber zudem so viele neue Ideen bekommen, das reicht für das ganze Jahr - 
und das, obwohl ich beinahe alle Bilder bereits kannte!
Sie waren mir sozusagen ohnehin wie liebe Bekannte.
Doch eben nicht in dieser Ordnung und diesem Überblick,
der alles zu Bedeutung zusammenfasste.

Das hat mich tatsächlich verändert - es war wie ein kleines Studium,
wenn es auch Zeit beanspruchte, die ich ja eigentlich nicht habe.
Seit zwei Jahren plane ich Projekte, sammle Material (nicht nur antikes Material, sondern eben auch Ideen) und probiere aus.
Denn ich war ein Nagezahn, ich wollte entwickeln, was ich tue.

... Doch wie es so ist im echten Leben, kam da der große, so unheilige Pustekuchen
und der pfiff auf all die schöne Maienergie.
Er drückte auf´s Pedal, doch nicht auf`s Gas, sondern legte die VOLLBREMSUNG hin.
Na, das war ein Auftauchen...

Wie habe ich das früher´mal geschafft???

Ja, da sind eben auch noch König und Kinder, liebe Freunde in meinem Leben...
und auch solch schnöde Alltäglichkeiten wie Wäsche-Waschen, Aufräumen, Essen planen, einen Wirtschaftsplan durchdenken, da die Hausfassade bröselt... -
all dies will Zeit und Raum.

Wenn die Küche ruft... gibt´s für mich kein Pardon.
Aber eigentlich mag ich das ja eh sehr.

 

Das alles, inclusive Kochen und Saubermachen, 
Da-Sein für die, die mich brauchen, 
ja, selbst das Nachhilfe-Geben habe ich noch geschafft - 
doch das an Extra, was ich früher neben Atelier und Muttertier-Dasein gewuppt habe, nun, 
das blieb VÖLLIG auf der Strecke.
Und so stehe ich nun einigermaßen hilflos da, da einiges, was Textilien anbegeht, um Hilfe schreit.
Nach zwanzig Jahren ist nun hier so viel dahin, ich könnte heulen...

Unsere Morgentee-Kissen sind hin.
Morgentee trinken wir immer im Bett, die großen Kissen stützten uns dabei königlich. Doch nun...



Alles mürbe...



Ich muss sie dringend ersetzen - auch die Tagesdecke musste ersetzt werden. Oi.

So habe ich aber bis jetzt zumindest eine dunkel gefärbte Heuwagendecke aus göttlich dickem antiken Leinen gesäumt und noch einmal braun überfärbt, 
damit das Schwarz einen netteren Ton annahm.



Fellflöckchen in Weiß gab es gratis vom Katerchen dazu ;)


Das Kleid muss auch überarbeitet werden... seufz...

Der Überwurf war viel Arbeit, da Leinen nähen immer ein ziemliches Gepopel ist. 
Beinahe, als würde man Leder nähen...
Na, zumindest das ist jetzt getan.
Die helle Leinendecke, die wir vorher hier liegen hatten, war viel zu dünn und empfindlich - 
es musste auch immer ein Quilt drunter, um eine gerade Fläche zu ermöglichen.
Im Alltag war das nichts, und der Quilt lag meistens herum.

So mag ich es nun sehr und ich bin so froh, solch ein Riesenstück bekommen zu haben.
Habe es vor kurzem hold "erfloht" :)
Wenn die Farbe ausblutet, wird das immer schöner, dann färbe ich auch noch einmal braun darüber...

Und ich frage mich, WIE habe ich das früher eigentlich geschafft - mit alledem???
Ich habe da so viel genäht.
Und damals nahmen die Kinder richtig viel Zeit in Anspruch - 
der Tag hatte auch nicht mehr Stunden.
Irgendwie werde ich also langsamer... oiii!

Na, Gott sei Dank hilft mir der Mai mit seiner Schubkraft
und dieser kleine Kobold hier beim Zuschneiden.
Guckt mal, der verschwörerische Blick - danach hat er sich vollends versteckt... Für wilde Spiele ;)



Und wieder ist somit ein Leinenballen verballert... Naja, dazu sind die Vorräte schließlich da.
Zwei riesige Kissen haben schließlich auch riesigen Materialbedarf, nüchwahr?


Aber ich weiß schon:
Anderes wollte in mir eben auch wachsen.
Und der Mai ist das erste Wachstum.
Daher wurde ich einen ganzen Zacken langsamer.


Das ist eben auch wichtig.
Wie ein Bäumchen, das durch Jahresringe immer stärker wird.
Und jeder Ring meistert einen größeren Umfang.

Na, wird auch Zeit in meinem Alter, sich ´nen ordentlichen Stamm zugelegt zu haben, höhö!



Aber nun muss ich ´ran.
Und ich werde es als einen Teil meiner Lebensweise leben und etwas ganz Besonderes draus machen.
Wie auch immer ich hierfür die Zeit hernehmen will.

Na dann, frohe Mai-Kraft voraus Euch allen, 
vor allem, wenn Ihr solches auch an den Hacken kleben habt, 
obwohl Ihr abheben und fliegen möchtet ;)
Habt es tatkräftig,



Eure Méa,
die nun zur Nadel greift, herrlich provençelige Riesenkissen zu machen.


Manchmal beneide ich diesen kleinen Kumpel ja schon...

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